Sechs Wochen von der leeren Seite zur fertigen Marke mit Website. Das ist kein Werbeversprechen, sondern ein realistischer Fahrplan, wenn beide Seiten mitziehen. Dieser Artikel zeigt Woche für Woche, welche Entscheidung wann fällt und woran solche Projekte am häufigsten scheitern.
Dieser Beitrag ist für Maklerbüros, die vor einem Neuauftritt stehen und wissen wollen, worauf sie sich einlassen. Der Ablauf ist idealtypisch und lässt sich auf die meisten Projekte übertragen.
Woche 1: Das Briefing
Alles beginnt mit einem Gespräch, nicht mit einem Entwurf. In einem Brief-Call klären wir, für wen Sie arbeiten, was Sie von anderen unterscheidet und welchen Ton Ihre Marke treffen soll. Der häufigste Fehler hier: zu schnell über Farben reden. Farbe kommt zuletzt, Haltung zuerst.
Woche 2: Marke und Logo
Aus dem Briefing entstehen wenige klare Konzepte, nicht dutzende Varianten. Sie wählen eine Richtung, dann folgen feste Korrekturrunden. Ziel ist ein Logo, das auf dem Klingelschild genauso funktioniert wie im Reel. Wer hier zwanzig Entwürfe sehen will, verlängert das Projekt um Wochen, ohne es besser zu machen.
Woche 3: Struktur und Text
Bevor die Seite gebaut wird, steht der Aufbau: Welche Seiten braucht es, was steht wo, welcher Satz fängt den Eigentümer. Text vor Design, immer. Eine schöne Seite mit schwachem Text verkauft nicht. Ein klarer Text trägt selbst ein schlichtes Design.
Woche 4: Bilder
Jetzt kommen die Bilder: Ihr eigenes Material wird aufbereitet, fehlende Motive werden geplant. Gute Objektfotos und ein starkes Bild von Ihnen als Person entscheiden über den ersten Eindruck mehr als jede Schriftart. Rechtssicher heißt hier: nur Aufnahmen, an denen Sie die Rechte halten.
Woche 5: Der Bau
Erst jetzt wird gebaut, mit eigenem Code statt Baukasten. Die Seite lädt in unter einer Sekunde und sieht zuerst auf dem Handy gut aus, weil die meisten Eigentümer dort schauen. Sie sehen einen Entwurf im Browser und geben in einer Runde Feedback, das eingearbeitet wird.
Woche 6: Feinschliff und Launch
Die letzte Woche gehört den Details: Ladezeit, Darstellung auf allen Geräten, rechtliche Pflichtangaben, letzte Korrekturen. Dann geht die Seite live. Wichtig: Der Launch ist kein Abschied, sondern ein Anfang. Eine Marke wächst mit Inhalten, die danach folgen.
Woran diese Projekte scheitern
- Fehlende Zulieferung. Wenn Texte, Bilder und Zugänge nicht kommen, steht das Projekt, nicht der Dienstleister.
- Zu viele Meinungen. Ein Entscheider hält das Tempo, ein Komitee bremst es.
- Perfektionismus an der falschen Stelle. Ein Logo muss sitzen, nicht gefallen. Live schlägt perfekt.
Sechs Wochen sind machbar, wenn die Zuarbeit stimmt und Entscheidungen schnell fallen. Der Engpass ist fast nie die Technik, sondern die Verfügbarkeit von Feedback.



